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Eine interessante Tour bei Pra de la Fam

Eine interessante Tour bei Pra de la Fam

An der Westküste des Sees gelegen, befinden sich zahlreiche Überreste einer einmaligen Architektur und zwar sind dieses die Limonaie (Zitronengewächshaus) , die Reste der Zitronengärten. Sie befinden sich auf hohen Pfeilern, die von Natursteinen umgeben sind und in früher Zeit in die erwähnten Gärten umgewandelt wurden.

Eigentlich ist der Gardasee nicht für den Anbau von Zitrusfrüchten geeignet, da vor allem Zitronen sehr frostempfindlich sind. Es ist bekannt, dass schon zu Zeiten der Römer Zitrusfrüchte angebaut und bereits Ende des 18. Jahrhunderts der Anbau am Gardasee intensiviert wurde. Auf dem Gebiet von Tignale befindet sich der Zitronengarten "la Limonaia del pra de la fam", der ins deutsche übersetzt lautet: "Zitronengewächshaus an der Hungerwiese". Die Geschichte hierzu sagt aus, dass die Namensgebung entstanden ist, weil in früher Zeit viele Boote auf dem Gardasee durch die starken Winde bis nach Tignale getrieben wurden und die Skipper aus diesem Grunde mehrere Tage hier warten und ohne Verpflegung ausharren mussten, bis die Witterung sich geändert hatte. Es wird berichtet, dass ab Mitte November bei Eintreten der ersten Nachtfröste kleine mit Wasser gefüllte Schüsseln an mehreren Stellen aufgestellt wurden. Wenn sich auf der Oberfläche eine Eisschicht bildete, wurden die Limonaie abgedeckt und geschlossen. Zum Ende des 19. Jahrhunderts verfielen diese Gärten, weil Zitronensäure bereits künstlich hergestellt werden konnte. Um die alte Tradition aufrecht zu erhalten, wurden einige Gärten wieder aufgebaut und neue Zitronenbäume gepflanzt.

‚ÄčInteressant sind die alten Tonrohre, in denen das Wasser von einem Bach oberhalb ins Gewächshaus geleitet wurde. Zu einem späteren Zeitpunkt wurden Metallrohre verwendet. Auch heute wird das Wasser oberhalb eines Wasserfalles entnommen und direkt ins Gewächshaus geleitet. Neben dem Pra de la Fam befindet sich ein total verfallenes Limonaia. Dem Besucher fällt auf, dass sich an der Stirnseite der Limonaia flache Steine befinden und diese dienten vermutlich als Trittsteine, um im Spätherbst die erforderlichen Glaselemente einzusetzen.

‚ÄčAllgemein kann gesagt werden, dass ein Besuch des Zitronenhauses Pra de la Fam in Tignale auf alle Fälle sehr lohnenswert ist und von hier aus führt auch ein gut markierter Wanderweg zur Limonaia und bei Bedarf kann die Rückfahrt mit einem Bus erfolgen. 



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