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Die Wallfahrtskirche Montecastello,ein interessante Ausflugsziel

Die Wallfahrtskirche Montecastello,ein interessante Ausflugsziel

In ungefähr siebenhundert Metern Höhe thronen die Wallfahrtskirche "Santuario della Madonna di Montecastello" und das dazugehörige Kloster über dem Gardasee. Errichtet auf einem steilen Felsvorsprung, ist sie schon allein von Außen ein besonderer Anblick. Im Inneren erwarten Besucher zudem wunderschöne Fresken und ein goldener Altar. Am schönsten lässt sie sich zu Fuß erreichen. Ansonsten führt eine steile Straße bis hinauf zur Kirche.

Pilgerstätte für Besucher aus der ganzen Welt
Die heutige Kirche steht auf den Überresten einer alten Burganlage aus dem 9.Jahrhundert und befindet sich auf der Hochebene von Tignale. 1187 erstmals urkundlich erwähnt und im Laufe des 13. Jahrhunderts erbaut, bekam sie ihr heutiges Aussehen im 17. Jahrhundert. Seit eh her lockt sie Pilger zur christlichen Einkehr, die hier die Heilige Jungfrau Maria ehren, die hier der Legende nach in Form eines hellen Sterns erschienen sein soll, um den Auseinandersetzungen zwischen Trentinern und Brescianern Einhalt zu gebiete. Aus diesem Grund wird die Kirche übrigens auch "Madonna della Stella" genannt.

Doch nicht nur aus geistlicher, sondern auch aus kunsthistorischer und architektonischer Sicht heraus, ist sie ein interessantes Ausflugsziel, wozu die beeindruckende Landschaft, die sie umgibt, nur beiträgt. Liebevoll restauriert, beherbergt der Wallfahrtsort neben den Prunkstücken, zu denen der Alter und die Fresken gehören, auch ein beeindruckendes Bleiglasfenster mit einer Darstellung der Mutter Gottes, Figuren des Heiligen San Pietro und San Paolo und eine Reihe sehenswerter Gemälde. Besonders ein Werk von Andrea Bertanza, das die Ermordung des gefürchteten Räubers Zuane Zanon zeigt, fällt hier ins Auge, dessen Bande im 16. und 17. Jahrhundert rund um den See ihr Unwesen trieb. Es handelt sich dabei um die größte Weihgabe in Italien. Im Hauptteil befinden sich zudem die Überreste eines kleinen Tempels aus dem Jahr 802 n. Chr.

Am Äußeren der Kirche stechen vor Allem die beiden eindrucksvollen 1599 errichteten Freitreppen heraus, die sich auf beiden Seiten des Eingangs zum Haupttor befinden. Zudem gibt es eine Ringmauer und eine aus dem 19. Jahrhundert stammende Pilgerherberge.

Atemberaubendes Panorama
Aufgrund der schönen Lage ist die Wallfahrtskirche ein beliebtes Ziel bei Wanderern und Mountainbikern. Besuchen lässt sie sich täglich von März bis Ende Oktober, zwischen 9.00 Uhr und 18.00 Uhr. Während dieser Zeit kann man auch in dem schnuckeligen, dazugehörigen Café einen Cappuccino und einen kleinen Snack genießen oder das ein oder andere religiöse Souvenir erwerben. Wer der Heiligen Messe beiwohnen möchte, kann von Mai bis September jeden Sonntag um 17.00 Uhr tun.

​Hinter der Kirche und dem Kloster führt übrigens ein Weg zum Gipfelkreuz hinauf. Die kurze Wanderung dorthin dauert ungefähr 20 Minuten und ist sehr zu empfehlen. Belohnt wird man mit einer traumhaften Aussicht auf die Burg von Malcesine und den Hausberg des Gardasees, den Monte Baldo.